Petersiliensorten für Dein Kräuterbeet

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Petersilie ist eine der vielseitigsten und beliebtesten Kräuter weltweit. Sie verfeinert zahlreiche Gerichte und verleiht ihnen eine frische Note. Doch wusstest du, dass es nicht nur eine Sorte von Petersilie gibt? Tatsächlich gibt es eine ganze Bandbreite an Petersiliensorten, die sich in Aussehen, Geschmack und Verwendung unterscheiden.

In diesem Beitrag stellen wir dir viele Petersiliensorten vor und geben dir einen Überblick über die bekanntesten Varianten. Von der klassischen Blattpetersilie über die aromatische Wurzelpetersilie bis hin zur exotischen japanischen Petersilie – lass dich von der Vielfalt überraschen und entdecke deine neue Lieblingssorte!

Petersilie Sorten Pin

Über Petersilie

Petersilie ist ein sehr beliebtes Küchenkraut.

Sie wird allem frisch verwendet. Insgesamt ist Petersilie aber eine äußerst vielseitige Pflanze. Von Suppen und Saucen bis hin zu Salaten und als Garnitur auf verschiedenen Gerichten, ist Petersilie unverzichtbar in vielen Rezepten.

Petersilie gehört zur botanischen Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Die Pflanze wächst wild im Mittelmeerraum und ihre Zuchtformen mit glatten oder krausen Blättern sind in ganz Europa weit verbreitet und bekannt.

Die Petersilie ist eine zweijährige krautige Pflanze mit einer mehr oder weniger rübenförmigen Wurzel. Aus dieser entspringen meist mehrere kahle Stängel, die aufrecht und stielrund bis leicht gerillt sind. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 30-90 cm, ihre grünen Blätter sind doppelt bis dreifach gefiedert.

Es gibt viele verschiedene Sorten von Petersilie.

Eine weniger bekannte Unterart ist die Wurzelpetersilie. Diese hat eine besonders große Speicherwurzel und wird vor allem als Suppengrün verwendet.

Als Heildroge war Petersilie bereits im Mittelalter bekannt. Vor allem im zweiten Wachstumsjahr ist der Gehalt an ätherischem Öl in den meisten Pflanzenteilen stark erhöht. Schwangere sollten Petersiliensud und -öle meiden.

Glatte Petersilie

Die einfache Blattpetersilie (Petroselium crispum ssp. crispum) hat glatte Blattränder im Gegensatz zu den krausen Sorten. Die glatte Petersilie soll im Vergleich zur krausen Petersilie mehr Aroma und Geschmack bieten.

Im Anbau unterscheiden sich die Typen der Blattpetersilie allerdings nicht.

Petersilie Sorten Glatte Petersilie

Es gibt auch italienische Petersiliensorten mit glattem Rand, die manchmal als eigene Unterart geführt werden, Petroselinum crispum v. neapolitanum.

Diese Sorten sind besonders bekannt für ihren intensiven Geschmack und werden oft in der mediterranen Küche verwendet.

Glatte Petersilie ist eine großartige Wahl für alle, die ein intensives Aroma und einen kräftigen Geschmack bevorzugen. Ob in Saucen, Suppen oder als Garnitur auf verschiedenen Gerichten, glatte Petersilie ist ein beliebte Zutat.

Hier sind einige Sorten für Dich zum ausprobieren:

  1. Einfache Schnitt: Diese robuste Petersilie hat auffällig dunkelgrünes Laub und kräftige Stiele. Sie ist außergewöhnlich aromatisch.
  2. Rialto: Diese ertragreiche Petersilie hat ein herrlich intensives Aroma und glänzende, einfache Blätter, die ein wenig an Sellerie erinnern.
  3. Laura: Diese Sorte hat viele glatte Blätter, die nach dem Schnitt schnell wieder nachwachsen und geschmacklich noch intensiver sind als krause Sorten.
  4. Gigante d´Italia: Diese italienische Sorte hat ein starkes Aroma und schnelles Wachstum. Die glatten, riesengroßen Blätter schmecken viel intensiver als krause Petersilie.
  5. Gigante di Napoli: Diese frühe Sorte hat glattes, sehr großes, dunkelgrünes Laub und eignet sich bestens für Pesto und Grüne Soße.
  6. Amsterdamse Snij: Eine feinblättrige, dunkelgrüne und gesunde Petersilie.
  7. Karnaval: Diese sehr aromatische Petersilie mit dunkelgrünen, langstieligen Blättern eignet sich zum Garnieren, Würzen und Einfrieren.
  8. Titan: Eine kleine wetterfeste Petersiliensorte mit dunkelgrünen Blättern und einem ausgeprägten Geschmack. Die Pflanzen können bis zu 50 cm hoch werden und sind sehr ertragreich. Titan eignet sich sowohl für den Anbau im Freiland als auch im Topf auf dem Balkon.

Krause Petersilie

Die krause Petersilie wurde im Mittelalter von Mönchen gezüchtet, um sie von der stark giftigen Hundspetersilie (Aethusa cynapium) zu unterscheiden, mit der sie oft verwechselt wurde.

Krause Petersilie, auch bekannt als mooskrause Petersilie, ist eine beliebte Varietät der Blattpetersilie (Petroselium crispum ssp. crispum). Sie zeichnet sich durch ihren gekräuselten Blattrand aus, der ihr eine kompakte Textur verleiht.

Petersilie Sorten Krause Petersilie

Die krausen Formen der Petersilie können je nach nach Stärke der Blattkräuselung in verschiedene Unterkategorien eingeteilt werden:

Die geperlte Petersilie hat grob bis mittelfein gekräuselte Blätter, während die extra krause Petersilie fein bis sehr fein gekräuselt ist. Die mooskrausen Petersilien sind besonders kräuselig und kompakt.

Krause Petersilie ist eine verbreitert Zutat in der europäischen Küche und wird oft als Garnitur oder in Saucen, Suppen, Salaten und anderen Gerichten verwendet.

In Anbau und Pflege unterscheidet sich die krause Petersilie nicht von der glatten Petersilie. Beide Sorten benötigen helle bis halbschattige Standorte und einen feuchten, nährstoffreichen Boden.

Krause Petersiliensorten haben aufgrund ihres frischen Aromas und ihres dekorativen Aussehens einen festen Platz in der europäischen Küche.

Hier sind einige der bekanntesten krausen Petersiliensorten:

  1. Mooskrause 2: Diese Petersiliensorte hat dichte krause Blätter an kurzen Stielen. Sie hat ein intensives Aroma und eignet sich hervorragend zum Garnieren, Kochen und Würzen.
  2. Mooskrause 3: Eine weitere Sorte mit dunkelgrünen, mooskrausen Blättern und einem intensiven Aroma. Mooskrause 3 wächst schnell und ist besonders ertragreich.
  3. Afrodite: Diese mooskrause Petersilie zeichnet sich durch kurze Stängel und zahlreiche Blätter aus. Sie ist besonders aromatisch und eignet sich für den Anbau in Töpfen.
  4. Grüne Perle: Diese ertragreiche Petersilie bildet dichtgefüllte und kräftig gestielte Blätter aus und kann sogar nach der Überwinterung vor der Blütenbildung noch geerntet werden.
  5. Immergrün: Die Blätter dieser gekräuselten Petersilie sind dicht und kraus und neigen selbst bei Stress kaum zum Gelbwerden. Sie bildet starke, kurze Stängel aus und ist sehr robust.
  6. Riccio Verde: Diese früh- bis mittelreife Petersilienart bildet bespnders kompakte, stark gekräuselte Blätter aus, die sich ideal für Garnituren eignen.
  7. Wega: Eine krause Petersilie, die für ihr intensives Aroma und ihre kräftigen Stängel und Blätter geschätzt wird.
  8. Moskrul: Diese Sorte ist eine Kreuzung aus glatter und krauser Petersilie und hat leicht gewellte, dunkelgrüne Blätter. Sie ist besonders robust und widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge.
  9. Französische Petersilie: Diese Sorte hat feine Blätter und einen milden, süßen Geschmack. Sie wird oft als Dekoration für Salate und andere Gerichte verwendet.

Wurzelpetersilie

Wurzelpetersilie, auch als Knollenpetersilie oder Petersilienwurzel bekannt, ist eine Unterart der Petersilie (Petroselinum crispum subsp. tuberosum).

Diese Zuchtverietäten bilden besonders verdickte, längliche und spitz zulaufende Rüben. Die Blätter der Wurzelpetersilie ähneln denen der glatten Petersilie.

Petersilie Sorten Wurzelpetersilie

Die Petersilienwurzel ist weiß mit brauner quer verlaufender Ringelung und weißem Fleisch. Sie ähnelt der Pastinake, ist jedoch etwas dünner im Durchmesser.

Wurzelpetersilie bevorzugt humusreiche und durchlässige Böden, was auch die Ernte erleichtert. Sie wird zwar nicht hauptsächlich für ihre Blätter angebaut, diese können dennoch wie normale Blattpetersilie verwendet werden.

Die Aussaat erfolgt im März oder April, und die Keimung dauert normalerweise 15-20 Tage. Wurzelpetersilie keimt langsam und unregelmäßig und benötigt während des Wurzelwachstums viel Wasser und einen halbschattigen Standort.

Wurzelpetersilie hat einen intensiven, leicht süßen Geschmack, deutlich würziger und schärfer als der von Pastinaken.

Ihr Aroma ähnelt auch dem von Knollensellerie.

Die Wurzelpetersilie wird oft zum Würzen von Suppen und Gemüseeintöpfen verwendet und als Bestandteil des Suppengrüns.

Sie eignet sich auch für die Herstellung von Cremesuppen und kann geschält als Rohkost in Salaten genossen werden.

Wurzelpetersilie geriet für eine Weile in Vergessenheit, wird aber wieder vermehrt als “alte neue” Zutat in der modernen Küche eingesetzt.

Hier einige Sorten von Wurzelpetersilie:

  1. Halblange: Eine traditionelle Sorte mit weißen, länglichen Wurzeln. Sie hat einen kräftigen Geschmack und eignet sich gut zum Kochen. Die halblange Wurzelpetersilie ist eine ertragreiche Pflanze.
  2. Hamburg: Eine alte deutsche Sorte mit sehr dicken, runden Wurzeln.
  3. Fakir: Diese Sorte bildet schöne breitköpfige, kegelförmige, weiße und aromatische Wurzeln. Die gut gefüllten Petersilienwurzeln haben einen angenehm würzigen Geschmack und sind eine ertragreiche Profisorte.
  4. Alba: Diese Wurzeln sind sehr geschmacksintensiv und ideal als Kochzutat geeignet. Auch das Laub kann wie gewöhnliche Blattpetersilie verwendet werden.
  5. Arat: Eine breitköpfige, kegelförmige Profisorte mit schön weiß gefärbten, langen und glatten Wurzeln.
  6. Berliner: Weiße, lange glatte dicke Wurzel mit intensivem Geschmack. Perfekt für Suppen und als Trockengewürz.
  7. Lange Oberlaaer: Lange, glatte, aromatische Wurzeln mit hervorragender Qualität. Wird vor allem in Suppen und Fleischgerichten verwendet. Die Blätter eignen sich für Salate.
  8. Konika: Ein lagerfähiges Wurzelgemüse mit süßlichem, würzigem Geschmack. Die cremeweißen, glatten, festen Wurzeln sind kegelförmig. Es handelt sich um eine halbfrühe Sorte, die sich für die Sommerernte eignet.

Japanische Petersilie

Mitsuba (Cryptoptaenia japonica), auch bekannt al japanische Petersilie, ist nur sehr entfernt verwandt mit der Blattpetersilie. man kennt sie auch als Scheinsellerie.

Die Pflanze ist leicht anzubauen und kann in einem sonnigen oder halbschattigen Bereich gedeihen. Sie bevorzugt feuchten Boden und sollte regelmäßig gegossen werden.

Die Samen können im Frühjahr direkt ins Freiland gesät werden oder drinnen vorgezogen werden. Sie Pflanzen sind sind winterhart und mehrjährig.

Der Name Mitsuba bedeutet “Drei Blätter” auf Japanisch und beschreibt die charakteristischen Blätter der Pflanze. Sie wird oft als Blattschmuckpflanze im Wildstaudenbeet verwendet.

Petersilie Sorten Japanische Petersilie

Der Geschmack ist mild und erinnert an Kerbel, Sellerie und Nelken, was sie zu einer vielseitigen Zutat in der Küche macht.

Die japanische Petersilie ist eine sehr alte Gewürzpflanze aus Japan, China und Korea und wird auch heute noch in vielen asiatischen Gerichten genutzt. Die Stängel und Blätter werden roh oder gedünstet verwendet.

Insgesamt ist Mitsuba eine faszinierende und leckere Ergänzung zu den üblichen Kräutern und Gewürzen in der Küche.

Durch ihre Nutzung als Schmuckstaude gibt einige Zuchtformen mit buntem Laub, zum Beispiel die Sorte “Purpurascens” mit purpur-schwarzem Laub, die rotblättige “Atropurpurea” oder Sorten mit bronzefarbigem Laub.